Mai 15th, 2012

Neurotransmitter sind von zentraler Bedeutung für die Übertragung von Nervenimpulsen. Störungen des Neurotransmittermetabolismus sind deshalb meist mit Störungen der Hirnleistungsfähigkeit, der psychischen Befindlichkeit, des Verhaltens etc. assoziiert. Einige Neurotransmitter sind Aminosäuren wie z.B. Glycin, Glutamat und Aspartat, andere werden aus Aminosäuren gebildet wie z.B. Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, Serotonin und Histamin. Für die Bildung und den Abbau der Neurotransmitter wiederum sind verschiedene Vitamine und Spurenelemente erforderlich, z.B. Folsäure, Vitamin C, Eisen, Kupfer, Vitamin B2, Vitamin B6 etc. Eine unzureichende Versorgung mit einem dieser Mikronährstoffe kann deshalb die Hirnleistung beeinträchtigen. Vitamin C ist z.B. für die Bildung von Noradrenalin erforderlich. Häufig sind Hirnleistungsstörungen, verminderte Aufmerksamkeit und Müdigkeit die ersten Anzeichen eines Mikronährstoffmangels, bevor sich weitere spezifische Symptome zeigen. Der Neurotransmitterhaushalt kann durch die Art der Ernährung beeinflusst werden. Am ausgeprägtesten ist dieser Effekt bei der Aminosäure Tryptophan. Trypotophan sollte nicht zusammen mit proteinreichen Nahrungsmitteln eingenommen werden, da Trypotphan zahlreiche Konkurrenten beim Durchtritt durch die Blut-Hirn-Schranke hat. Eine hohe Zufuhr von Aminosäuren verschlechtert deshalb die Chance des Tryptophans, durch die Blut-Hirn-Schranke zu gelangen, wodurch dann auch die Serotoninsynthese im Gehirn vermindert ist. Hinsichtlich der Serotoninsynthese hat sich am besten die Einnahme von Tryptophan mit Kohlenhydraten bewährt.
Referenz:
Margaret Lahey, Shari Rosen: Neurotransmitters and learning, memory and developmental disorders; Bamford-Lahey Children´s Foundation
Bild: ktsdesign, fotolia.de
Posted in Mikronährstoffe | No Comments »
April 27th, 2012

In der Fachzeitung Alternative Medicine Review, einem renommierten Periodikum mit dem Schwerpunkt Komplementärmedizinische Verfahren, erschien 2011 ein großer Übersichtsartikel zum Thema ADHS. Unter dem Stichwort „komplementäre und alternative Therapieformen“ werden u.a. aufgeführt: eine Therapie mit Vitamin B6 und Magnesium, Eisen und Zink, Calcium und Magnesium, Acetyl-Carnitin, Glycin, Tyrosin, Taurin u.v.m. Read the rest of this entry »
Posted in Mikronährstoffe | No Comments »
April 13th, 2012

In der Fachzeitung Current Neurobiology erschien 2011 ein Artikel über die Neurotoxizität von Blei. Von den amerikanischen Centers of Diseases Control wird eine Bleikonzentration unterhalb von 100 µg/ l als unbedenklich angesehen. Verschiedene Studien haben aber gezeigt, dass auch Bleikonzentrationen unterhalb von 100 µg/ l zu reduzierten kognitiven Funktionen, verminderter Aufmerksamkeit, erhöhter Aggressivität und zu Hyperaktivität führen können. Read the rest of this entry »
Posted in Schwermetalle | No Comments »
März 30th, 2012

Ägyptische Wissenschaftler untersuchten den Mikronährstoffstatus bei 58 Kindern mit der Diagnose ADHS. Sie konnten feststellen, dass die Konzentrationen von Zink, Ferritin und Magnesium bei ADHS-Kindern signifikant niedriger waren als bei Kontrollpersonen. Bei Kupfer konnte kein Unterschied festgestellt werden. Read the rest of this entry »
Posted in Mikronährstoffe | No Comments »
März 16th, 2012

Anfang Januar 2012 wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Pediatrics“ ein Übersichtsartikel zum Thema ADHS und Ernährung publiziert. Die Autoren des Artikels kommen zu dem Schluss, dass Eisen und Zink bei Patienten mit bekannten Defiziten supplementiert werden sollte. Außerdem könnten Omega-3-Fettsäuren probiert werden. Wesentlich sei die Schulung von Eltern und Kindern bezüglich einer gesunden Ernährung. Read the rest of this entry »
Posted in Ernährung | No Comments »