Wie deutsche Schüler essen

Januar 31st, 2012

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt im Abstand von vier Jahren internationale Studien durch, die Aufschlüsse unter anderem über das Essverhalten von Kindern und Jugendlichen geben sollen. Im Schuljahr 2009/ 2010 beteiligten sich insgesamt 40 Länder an dieser Umfrage, auch Deutschland nahm daran teil. Bundesweit wurden über 5000 Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren dazu befragt.

Die Ergebnisse über das Essverhalten deutscher Schüler sind folgende: Nur 44 Prozent der Mädchen essen mindesten einmal am Tag Obst. Bei den Jungen sind es gerade mal 30 Prozent. Auch Gemüse steht nicht bei jedem täglich auf dem Speiseplan: 32 Prozent der Mädchen und nur 19 Prozent der Jungen geben an, mindestens einmal am Tag Gemüse zu essen. Außerdem verlässt einer von drei Schülern ohne Frühstück das Haus und geht mit leerem Magen in die Schule. Je älter die Schüler werden, desto weniger wird gefrühstückt.

Dabei ist das Frühstück eine sehr wesentliche Mahlzeit, die den Energie- und Nährstoffbedarf für den Schulalltag mit decken soll. Denn Kinder, die regelmäßig frühstücken, sind in der Schule konzentrierter und können bessere Gedächtnisleistungen erbringen als ohne Frühstück. Zudem hat eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse positive Auswirkungen auf den gesundheitlichen Allgemeinzustand, das Wachstum, die Knochen, das Gewicht und die schulische Leistungsfähigkeit.

Kommentar:
Es ist erschreckend zu sehen, wie wenig Obst und Gemüse Kinder in Deutschland essen. Im Kindesalter werden bereits Essgewohnheiten festgelegt, die ein Leben lang bestehen und auch Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Es heißt ja so schön: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Eigentlich soll jeder 5 Portionen Obst bzw. Gemüse am Tag zu sich nehmen, aber davon sind wir anscheinend sehr weit entfernt.

Es wundert nicht, wenn Krankheiten wie ADHS und auch andere psychische Erkrankungen immer mehr zunehmen: Schließlich fehlen dem Körper durch Fehlernährung wesentliche Nährstoffe. Das Gehirn braucht sehr viel Energie, um arbeiten zu können, und viele Mikronährstoffe sind für den Nervenstoffwechsel von Bedeutung. Wie soll ein Gehirn ohne „Treibstoff“ funktionieren?

Wenn zu wenig Obst und Gemüse gegessen wird, drängt sich die Frage auf, was dann stattdessen gegessen wird. Darunter sind sicherlich viele Nahrungsmittel, die für das Gehirn und seine Funktionen nachteilige Wirkungen haben, z.B. Produkte mit gesättigten Fettsäuren und viel Cholesterin wie z.B. Wurst, fetter Käse und Süßigkeiten.

Referenzen:
HBSC-Team Deutschland* (2011). Studie Health Behaviour in School-aged Children- Faktenblatt „Gemüsekonsum von Kindern und Jugendlichen“. Bielefeld: WHO Collaborating Centre for Child and Adolescent Health Promotion.

HBSC-Team Deutschland* (2011). Studie Health Behaviour in School-aged Children- Faktenblatt „Obstkonsum von Kindern und Jugendlichen“. Bielefeld: WHO Collaborating Centre for Child and Adolescent Health Promotion.

HBSC-Team Deutschland* (2011). Studie Health Behaviour in School-aged Children- Faktenblatt „Häufigkeit des Frühstücks bei Kindern und Jugendlichen“. Bielefeld: WHO Collaborating Centre for Child and Adolescent Health Promotion.
Bild: Sylvia-Verena Michel, pixelio.de

Erhöhes ADHS-Risiko durch Schwangerschafts- diabetes und Armut

Januar 15th, 2012

Schwangerschaftsdiabetes als Risiko für ADHS

Kinder, die in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen, entwickeln doppelt so häufig eine ADHS-Symptomatik wie andere Kinder. Dem gleichen ADHS-Risiko sind Kinder ausgesetzt, deren Mütter während der Schwangerschaft an einem Schwangerschaftsdiabetes erkrankt waren.

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Erneut Mikronährstoffmängel bei ADS/ ADHS-Kindern festgestellt

Januar 4th, 2012

ADHS und Mikronährstoffmängel
Bei ägyptischen Kindern mit der Diagnose ADHS wurden die Spiegel von Zink, Ferritin und Kupfer bestimmt und mit den Werten einer Kontrollgruppe verglichen. An der Studie nahmen 58 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis fünfzehn Jahren teil, die im Minia University Hospital behandelt wurden. Die Kontrollgruppe bestand aus 25 gesunden Kindern. Die Zink-, Ferritin- und Magnesiumspiegel waren bei den ADS-/ADHS-Kindern signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen; bei Kupfer zeigte sich keine signifikante Differenz. Read the rest of this entry »

Mikronährstoff-Studie mit Erwachsenen mit ADHS-Symptomen

Dezember 16th, 2011

 

Wissenschaftler der Universität Canterbury, Neuseeland, untersuchten in einer Pilotstudie den Einfluss von Mikronährstoffen, hauptsächlich bestehend aus Vitaminen und Mineralstoffen, auf die neurokognitive Funktion bei 14 Erwachsenen mit ADHS-Symptomatik und starken Befindlichkeitsstörungen. An der Studie nahmen auch 14 gesunde Erwachsene als Kontrollgruppe teil, die keine Mikronährstoffpräparate einnahmen.

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Eisenversorgung und ADHS

November 26th, 2011

Chinesische Wissenschaftler prüften, ob eine mögliche Korrelation zwischen einer ADHS-Symptomatik und der Eisenversorgung besteht. Anhand des Eisenspeicherproteins Ferritin wurde der Eisenstatus bestimmt. In die Metaanalyse wurden fünf kontrollierte Studien mit 258 ADHS-Patienten und 138 Kontrollpersonen einbezogen.

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